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Aus der Praxis
 ©  2011 - 2018   Sven H. Pfleger
Laserpointer für Optikversuche? Gerade Versuche zur geometrischen Optik lassen sich mit dem starken und parallelen Lichtbündel eines Lasers eindrucksvoll durchführen. Standen dazu früher nur teure Helium-Neon-Laser zu Verfügung, so können für einfache Versuche bereits die mittlerweile recht billigen Diodenlaser eingesetzt werden, die auch in den sogenannten Laserpointern verwendet werden. Laserpointer gibt es für weniger als 10 €, Baumärke bieten sogar Linienlaser für wenig Geld an - batteriebetrieben! Also liegt doch der Gedanke nahe, diese Lichtquelle auch im Schülerversuch einzusetzen.
Doch solche Experimente können sprichwörtlich ins Auge gehen! Selbst bei vorsichtiger und umsichtiger Nutzung der extrem starken Lichtquelle ist es nicht unwahrscheinlich, dass bei mehreren Versuchsgruppen und zehn oder mehr Lasern pro Zimmer, ein Strahl direkt oder umgelenkt ein Auge trifft. Zumal ja der jugendliche Reiz, mit dem Laserpointer, trotz aller Warnungen und Verbote, einen “Spass” zu machen, recht hoch ist. Da hilft dann auch der Herstellerhinweis, die Ausgangsleistung liege unter 1 mW nicht mehr. Denn Tests haben gezeigt, die tatsächliche Leistung liegt bei vielen Geräten deutlich darüber - und Hersteller sichern sich ab. In ihren Anleitungen ist deutlich vermerkt: Laser sind kein Spielzeug und gehören nicht in Kinderhände. Daher, auch wenn es auch noch so schön gewesen wäre: Laser sind gut geeignet im Demonstrationsversuch, in meinen Workshops für Kinder und Jugendliche verwende ich sie nicht. Hier reicht auch die klassische Taschenlampe mit einer Glühlampe - keine LED, denn deren Helligkeit kommt schon nahe an die Laserdiode heran.